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Welcher Kanal ist der richtige? DVB-T/T2, DVB-C und DVB-S/S2 im Vergleich

Bevorzugen Sie irdisches, unterirdisches oder himmlisches Fernsehen? Nein, wir meinen jetzt nicht die Programmqualität, sondern den Übertragungsweg, also Antenne, Kabel oder Satellit. Vielleicht hat Ihr Vermieter diese Frage ja schon für Sie entschieden – aber falls Sie selbst die Wahl haben, etwa in Ihrem eigenen Haus, dann könnten die folgenden Informationen für Sie relevant sein.

DVB-was?

Grundsätzlich wird digitales Fernsehen heute im DVB-Standard (Digital Video Broadcasting) übertragen. Die Abkürzungen DVB-T und DVB-T2 stehen demzufolge für die terrestrische Übertragung, DVB-C für Kabelfernsehen und DVB-S bzw. DVB-S2 für Satellitenempfang. Die „2“ bezeichnet die 2. Generation des Standards, der auch hochauflösendes Fernsehen (HD) übertragen kann. Beim Kabelfernsehen genügt hierfür schon die 1. Generation, DVB-C2 ist daher im Moment noch kein Thema.

Höherwertige Fernsehgeräte verfügen heute in der Regel über integrierte Empfänger für alle drei Standards (Triple-Tuner), sodass alle Signalquellen empfangbar sind. Ältere Geräte besitzen häufig nur einen DVB-T-Tuner sowie einen Empfänger für das alte PAL-Analogfernsehen. Wenn Sie Ihre Signale künftig über Kabel oder Satellit beziehen wollen, benötigen Sie in diesem Fall einen separaten Decoder, oder Sie denken gleich über eine Neuanschaffung nach. Ihr IQ-Fachhändler berät Sie gern, was in Ihrem Fall die beste Lösung ist.

DVB-T/T2: Fernsehen ohne Extras

Das digitale terrestrische Fernsehen ist der Nachfolger des analogen Fernsehens nach dem PAL-Standard. Ebenso wie dieses kann es über eine Dach- oder Zimmerantenne empfangen werden. Im Angebot sind spezielle DVB-T-Antennen für innen und außen, aber auch vorhandene Antennen können – ggf. nach einer Neuausrichtung – für den Empfang von DVB-T-Signalen weiterhin genutzt werden.

Das größte Manko gleich vorab: Auf „irdischem“ Wege können Sie in den meisten Regionen nur 12 öffentlich-rechtliche Kanäle empfangen, keine privaten und keine ausländischen Programme. Mit dem neuen, ab 2017 in größerem Stil eingeführten T2-Standard soll die Auswahl auf bis zu 40 Sender steigen. Darunter werden dann auch einige private Kanäle sein, allerdings verschlüsselt und damit kostenpflichtig.

Bei der Bildqualität muss man beim terrestrischen Fernsehen ebenfalls Abstriche machen. Die Bilder sind für heutige Ansprüche nicht sehr scharf, zudem erscheinen bei schnellen Bewegungen oder schlechter Witterung manchmal merkwürdige Klötzchen. Der Empfang der terrestrischen Kanäle ist im Prinzip überall in Deutschland möglich – daher wird DVB-T auch mit dem Betriff „Überallfernsehen“ beworben. In der Praxis hängt die Empfangsqualität allerdings stark von der geografischen Lage und Ausrichtung Ihres Wohnzimmers ab. Mit einer hochwertigen Zimmer- oder Außenantenne können Sie jedoch einiges zum Guten wenden.

Geräte mit diesem Logo sind für den Empfang von DVB-T geeignet. Für den Nachfolgerstandard DVB-T2 wird es ein eigenes Logo geben.

Bei der Auswahl eines Fernsehers oder Receivers sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass er schon jetzt T2-fähig ist, denn nur dann können Sie ab 2017 hochauflösendes terrestrisches Fernsehen empfangen. HD-fähige Fernsehgeräte mit T2-Tuner erkennen Sie am grünen DVB-T2-HD-Logo, die einfache Angabe „DVB-T2“ ist nicht ausreichend – damit erhalten Sie unter Umständen ein Gerät, dass nur im Ausland funktioniert, denn die Definition des T2-Standards ist nicht einheitlich. Geräte, die nur einen DVB-T-Tuner eingebaut haben, funktionieren ab Mitte 2019 auch nicht mehr: Bis dahin soll der alte Standard abgeschaltet werden, und der neue ist nicht abwärtskompatibel.

Trotz der genannten Nachteile spricht zweierlei für DVB-T: Es kostet nichts (außer dem Rundfunkbeitrag, den Sie ohnehin berappen müssen), und die Verkabelung – ein dünnes Kabel zur Zimmerantenne am Fenster – ist denkbar einfach. Wie gut der Empfang in Ihrer Gegend ist und welche Antennenart (innen, außen, ohne oder mit Verstärker) sich für Ihre Empfangssituation am besten eignet, dazu kann Ihnen Ihr IQ-Fachhändler kompetent Auskunft geben.

DVB-C: Fernsehen im Abonnement

Kabelfernsehen funktioniert im Prinzip so ähnlich wie eine Internet-Flatrate: Die TV-Programme werden in guter, meist störungsfreier Qualität frei Haus geliefert und Sie zahlen dafür monatlich eine Pauschale an Ihren Anbieter. Die Programmauswahl ist groß (in der Regel weit über 100 Programme), gegen Aufpreis können weitere Programmpakete, z. B. bestimmte ausländische Fernsehsender oder Pay-TV-Kanäle, hinzugebucht werden.

Die technischen Anforderungen sind bei DVB-C relativ gering: Sie benötigen keine eigene Antenne, und die Verteilung der TV-Signale an mehrere Fernseher ist unaufwändig. Zum Einsatz kommen Koaxialkabel und bei Bedarf entsprechende Kabelweichen. Sie können problemlos mehrere Fernseher an dasselbe Kabel anschließen, wobei auf jedem Gerät ein anderes Programm gesehen werden kann.

Geräte mit dem DVB-C-Logo sind auch für das Programm der Kabelanbieter empfänglich.

Fazit: DVB-C ist eine qualitativ sehr gute und zudem unaufwendige Lösung, für die allerdings monatliche Fixkosten anfallen. Das digitale Kabel-TV ist allerdings nicht flächendeckend verfügbar – gerade im ländlichen Raum gibt es Versorgungslücken. Attraktiv kann eine Kombination mit Kabel-Internet sein, bei der Sie nur einen Paketpreis für Fernsehen, Internet und Telefon bezahlen.

DVB-S/S2: Fernsehen ohne Limits

Beim Satellitenfernsehen haben Sie den größten Entscheidungsspielraum: Die Programmauswahl ist riesig (mehrere hundert Programme pro Satellitentransponder), und solange Sie keine Pay-TV-Kanäle abonnieren, schickt Ihnen auch niemand eine Rechnung. Auch die einmalige Investition in eine Satellitenschüssel samt Empfangseinheit (LNB) und Verteilung ist überschaubar.


Dennoch gibt es auch beim SAT-Empfang einiges zu beachten: Wenn Sie z. B. in einem Mietshaus oder in einer Eigentümergemeinschaft leben, ist es möglicherweise nicht erwünscht, dass Sie die Fassade mit einer SAT-Schüssel verzieren. Auch die Verkabelung ist komplexer als beim Kabel- oder terrestrischen Fernsehen: Im Prinzip benötigen Sie zwischen jedem LNB und jedem Empfänger eine exklusive Kabelverbindung. Sobald Sie daher mehrere Fernsehgeräte und Recorder anschließen wollen, wird die Sache unhandlich. Es gibt allerdings verschiedene technische Lösungen, um den Aufwand für die SAT-Verkabelung zu reduzieren – beispielsweise den neuen Standard SAT>IP, der eine Verteilung der Satellitensignale im Computer-Heimnetz ermöglicht. Ihr IQ-Fachhändler berät Sie kompetent, welche Verkabelungslösung in Ihrem Fall die günstigste ist.

Das Satellitenfernsehen DVB-S/S2 bietet ein umfangreiches Programm-Angebot in hoher Qualität.

Fazit: Digitales Satellitenfernsehen bietet die größte Programmauswahl und meist sehr gute HD-Bildqualität ohne laufende Kosten, erfordert aber einen vergleichsweise größeren technischen Aufwand für die Verkabelung, sobald mehrere Satelliten und/oder Empfangsgeräte im Spiel sind.

DVB mit IQ!

Im Wesentlichen sind Sie jetzt im Bilde, welcher Übertragungsweg für Ihre Zwecke infrage kommt und welcher möglicherweise von vornherein ausscheidet. Bei Zweifeln und Fragen empfehlen wir Ihnen einen Besuch bei Ihrem IQ-Fachhändler: Er kennt die örtlichen Gegebenheiten, z.B. die Qualität des terrestrischen Empfangs, sowie die Angebote Ihres regionalen Kabelanbieters. Er führt Ihnen gerne passend ausgestattete Fernsehgeräte vor, erledigt die notwendigen Installationen und richtet alle Geräte perfekt für Sie ein.

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