Empfangstechnik

DVB-T2 HD: Sender, Preise und Empfangsgebiet

Mehr Programmvielfalt, knackscharfe Bilder, und zwar ohne Installationsaufwand – dieses Versprechen steckt hinter dem neuen terrestrischen Übertragungsstandard DVB-T2 HD. Die Firma MEDIA BROADCAST, die für die Verbreitung des neuen Antennenfernsehens verantwortlich zeichnet, hat jetzt weitere Details über den neuen Empfangsweg bekanntgegeben.

Der Regelbetrieb startet am 29. März 2017

Bereits seit dem 31. Mai 2016 gibt es die Möglichkeit, Fernsehen über DVB-T2 HD zu empfangen – allerdings in der ersten Stufe, das bedeutet nur in ausgewählten deutschen Ballungsgebieten und nur mit einer eingeschränkten Anzahl von Sendern. Ab dem 29. März 2017 soll der aktuellen Planung zufolge in den Ballungsräumen auf den neuen Standard umgestellt werden, ab diesem Zeitpunkt haben die Zuschauer Zugriff auf das gesamte Programmangebot. Neben rund 20 frei empfangbaren, öffentlich-rechtlichen Sendern gehören dazu auch rund 20 Privatsender, die über das kostenpflichtige Angebot freenet TV empfangbar sind.

Jetzt steht fest, wo DVB-T2 empfangen werden kann. Das Sendegebiet umfasst etwa 80 Prozent der deutschen Haushalte.

Nach den Planungen von MEDIA BROADCAST sollen rund 63 Millionen Zuschauer oder 80 Prozent der Haushalte Zugriff auf den neuen Empfangsweg haben. Wie die Karte zum geplanten Endausbau zeigt, konzentrieren sich die Sendegebiete auf die größeren Städte – ein flächendeckender Empfang ist nicht geplant. Außerhalb dieser Ballungszentren sind die Zuschauer auf alternative Empfangswege wie Satelliten- oder Kabelfernsehen angewiesen.

Geräte mit diesem Logo sind für das DVB-T2-Fernsehen in Deutschland geeignet.

Private Programme für 69 Euro pro Jahr

Ebenfalls bekannt ist nun auch der Preis für freenet TV. Mit diesem Begriff bezeichnet MEDIA BROADCAST den Empfang der privaten Sender in HD und den Zugriff auf attraktive Zusatzdienste über das Internet, die die Zuschauer direkt am TV-Bildschirm nutzen können. Der Preis für freenet TV beträgt 69 Euro pro Jahr, das entspricht 5,75 Euro pro Monat und liegt damit fast auf demselben Niveau wie das vergleichbare Angebot HD+, das die privaten Sender über Kabel und Satellit für HD freischaltet.

Das freenet-TV-Logo kennzeichnet die Geräte, mit denen Sie auch die privaten Sender und die dazugehörigen Zusatzangebote nutzen können.

Technische Voraussetzung für den Empfang der privaten Programme ist entweder ein Empfangsteil mit freenet-TV-Logo, alternativ stehen CI+ Module zur Verfügung, mit denen Fernseher und DVB-T2-HD-Receiver für freenet TV nachgerüstet werden können.

Das Programmangebot steht fest

Auch bei der Auswahl der Sender hat MEDIA BROADCAST mittlerweile festgelegt, welche Programme ab März 2017 zu empfangen sind, nachdem bisher nur ARD, ZDF, RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX bekannt waren.

Öffentlich-rechtliche Programme Private Sender
ARD HD RTL HD
ZDF DH VOX HD
arte HD ProSieben HD
phoenix HD SAT.1 HD
einsfestival HD RTL II HD
tagesschau 24 HD Kabel 1 HD
BR HD RTL NITRO HD
NDR HD Super RTL HD
MDR HD ProSieben MAXX HD
WDR HD SIXX HD
KIKA HD n.tv HD
3sat HD SAT.1 GOLD HD
ZDF info HD Sport 1 HD
ZDF neo HD  
hr HD  
Radio Bremen TV HD  
rbb HD  
SR HD  
SWR HD  
alpha HD  

Portable Empfänger ab 2017

Während die Hardware für den stationären Empfang von freenet TV bereits im Fachhandel erhältlich ist, müssen die Zuschauer noch bis zum kommenden Jahr auf mobile DVB-T2-HD-Empfangsteile warten. USB-Empfänger und andere Geräte, mit denen der Fernsehempfang zum Beispiel am Laptop oder Tablet möglich ist, werden voraussichtlich erst 2017 auf den Markt kommen.

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