Kaffeegenuss

Welche Kaffeemaschine passt zu mir?

Während in manchen Kreisen der chromblitzende Kaffeevollautomat mit Internetschnittstelle das Auto als Statussymbol längst abgelöst hat, vermelden Berliner Szene-Cafés die Rückkehr des „Brewed Coffees“ und loben den unvergleichlichen Geschmack des langsam gebrühten Filterkaffees. Wem soll man also Glauben schenken? Wer hat Recht? Und welche Kaffeemaschine passt zu mir?

Der Kaffeevollautomat oder die Espressomaschine? Kapseln oder Pads? Oder doch die klassische Filtermaschine? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Denn die beste Kaffeemaschine gibt es genauso wenig wie es den besten Kaffee gibt. Schließlich sind die Geschmäcker unterschiedlich, und jeder stellt andere Ansprüche an seinen Kaffee und dessen Zubereitung. Was es jedoch gibt, ist die optimale Kaffeemaschine für Ihren Typ!

Kaffeevollautomaten: Kaffeegenuss auf Knopfdruck

Vom Mahlgrad des Kaffeepulvers über Kaffeemehlmenge bis zur Brühtemperatur – bei einem erstklassigen Kaffeevollautomaten lassen sich alle wichtigen Kaffee-Parameter per Tastendruck oder Fingertipp einstellen. Die gewünschte Kaffeespezialität wird dann vollautomatisch zubereitet. Die Maschine mahlt die entsprechende Menge Kaffee, presst das Kaffeemehl in die Brühgruppe, drückt mit hohem Druck Wasserdampf hindurch und krönt das aromatische Getränk je nach Modell sogar noch mit einer Haube aus feinem Milchschaum.

Kaffeevollautomaten sind daher mit Sicherheit die komfortabelste Art der Kaffeezubereitung. Das Einzige, was Sie tun müssen, ist es, hin und wieder Wasser und Kaffeebohnen nachzufüllen, den Auffangbehälter zu leeren oder den Milchbehälter anzuschließen. Und natürlich müssen Sie das Gerät regelmäßig reinigen und entkalken, was die besseren Modelle jedoch meistens vollautomatisch erledigen. Sie müssen nur das entsprechende Pflegeprogramm starten.

Wichtige Kriterien beim Kauf eines Kaffeevollautomaten Mahlwerk

In den meisten Kaffeevollautomaten stecken Kegelmahlwerke aus robustem Stahl oder verschleißfester Keramik. Je feiner und gleichmäßiger der Kaffee gemahlen und je exakter das Kaffeemehl dosiert wird, desto besser schmeckt hinterher der Kaffee. Bei einem guten Mahlwerk sollte der Mahlgrad daher individuell einstellbar sein. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist auch die Geräuschentwicklung. Viele der besonders preisgünstigen Geräte verursachen beim Mahlen sehr starken Lärm. Deshalb sollten Sie im IQ-Fachgeschäft genau hinhören, bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden.

Druck

Der größte Unterschied zum Filterkaffeeautomaten ist der hohe Druck und die kurze Dauer des Brühvorgangs. Der Kaffee wird mit 7,5 – 9 bar maximal 30 Sekunden lang extrahiert. Das löst nicht nur weniger Bitter- und Gerbstoffe, sondern setzt auch wesentlich mehr Aromen und Öle frei. Hier liegt auch eine Schwachstellen einiger Modelle. Um einen so hohen Dampfdruck zu erreichen, braucht es eine solide Technik, weshalb die günstigeren Geräte diesen Druck gar nicht erzeugen können. Das merken Sie am fehlenden Aroma. Ihr IQ-Fachhändler kennt die Geräte und ihre Besonderheiten und kann Sie hierzu kompetent beraten.

Brühgruppe

Die in der Regel aus Kunststoff bestehende Brühgruppe ist das Herzstück jedes Kaffeevollautomaten. Hier wird das frisch gemahlene Kaffeemehl zusammengepresst und die gewünschte Wassermenge unter Druck hindurchgepumpt. Danach verlässt der fertig gebrühte Kaffee die Brühgruppe und fließt durch den Kaffeeauslauf in die Tasse. Da sich mit der Zeit die im Kaffee enthaltenen Fette zusammen mit Kaffeemehlresten in der Brühgruppe festsetzen, muss diese regelmäßig gereinigt werden. Bei den Modellen mit herausnehmbarer Brühgruppe wird sie entnommen und einfach unter fließendem Wasser abgespült. Für Geräte mit fest installierter Brühgruppe kommen Reinigungstabletten zum Einsatz. Wie oft ein Gerät gereinigt werden muss, hängt von der Intensität der Nutzung ab. Manche Geräte reinigen sich vollautomatisch, andere melden lediglich, wenn sie gereinigt werden sollten.

Mit welcher Brühgruppe, der entnehmbaren oder der fest eingebauten, Sie besser zurechtkommen, hängt von Ihnen ab. Am besten, Sie lassen sich die unterschiedlichen Modelle bei Ihrem IQ-Fachhändler genau erklären und probieren deren Handhabung selbst aus. So erkennen Sie am besten, welche Bauart zu Ihnen passt.

Bei den Kaffeevollautomaten von DeLonghi kann die Brühgruppe einfach entnommen und unter fließendem Wasser ausgespült werden.
Für Kaffeevollautomaten mit fest eingebauter Brühgruppe gibt es spezielle Reinigungstabletten, die Kaffeefett und Kaffeereste aus der Brüheinheit und dem Brühsieb lösen. Bei den meisten Modellen läuft das Reinigungsprogramm vollautomatisch.

Bedienung

Ob sich eine Kaffeemaschine per Tasten, Drehwähler, Touchscreen oder gar per App bedienen lässt, hat zwar keinen Einfluss auf die Qualität des Kaffees, entscheidet aber doch über die Freude, die Sie mit Ihrem Vollautomaten haben. Dabei sollten Sie nicht nur Wert auf eine gute Darstellung des Displays und solide Qualität der Bedientasten legen, sondern auch darauf achten, dass die Menüführung intuitiv verständlich und in Ihrer Muttersprache gehalten ist. Wenn mehrere Familienmitglieder ein Gerät nutzen, ist es auch praktisch, wenn sich Nutzerprofile programmieren lassen. Dann kann jeder seinen Kaffee genauso trinken, wie er oder sie ihn mag, ohne dass jedes Mal alle Parameter neu eingestellt werden müssen.

Mit welchem Bedienkonzept Sie am besten klarkommen, müssen Sie selber herausfinden. Ihr IQ-Fachhändler führt die unterschiedlichsten Modelle, die Sie selber ausprobieren sollten.

Komfortable Bedienung! Die Getränkeauswahl wird textlich und bildlich dargestellt. Ein Fingertipp auf das farbige Display genügt und das gewünschte Produkt wird vollautomatisch zubereitet.
Hier wird beides kombiniert: ein Sensor-Bedienfeld mit Direktwahltasten für unterschiedliche Kaffeespezialitäten.
Die Jura Coffee App verbindet sich via Bluetooth mit dem Jura Gerät. Damit können Sie Ihren Startbildschirm individualisieren, Kaffeespezialitäten neue Namen geben und Ihre eigenen Favoriten programmieren.

Milchschaum

Liebhaber von Cappuccino, Caffè Latte und Latte macchiato sollten dem Milchschaumsystem Ihres Kaffeevollautomaten besondere Beachtung schenken. Einfachere Geräte verfügen in der Regel lediglich über eine Dampfdüse. Unter diese hält man einen Behälter mit kalter Milch, die dann durch den heißen Dampf erwärmt und aufgeschäumt wird. Der so entstandene Milchschaum wird dann manuell von Ihnen auf den Kaffee gegossen.

Komfortabler sind Geräte mit einem automatischen Milchaufschäumer. Aus einem speziellen Milchbehälter wird über einen Schlauch Milch angesaugt, mit Dampf aufgeschäumt und dann direkt der Kaffeespezialität zugefügt. Manche Geräte machen das vollautomatisch – ein Knopfdruck genügt, und nicht einmal die Tasse muss verschoben werden. Falls Sie allerdings nur einen einzigen Cappuccino für sich machen wollen, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie hierfür den automatischen Milchaufschäumer verwenden. Denn hinterher müssen alle Milch führenden Leitungen gründlich gereinigt werden – egal ob Sie nur ein Getränk mit Milch oder zehn zubereiten.

Achten Sie auch darauf, dass der Milchbehälter gut in den Kühlschrank passt, damit Sie die Milch nicht ständig umfüllen müssen. Einige Hersteller haben ihre Milchbehälter so gestaltet, dass sie perfekt in die Kühlschranktür passen.

Alle Teile, die mit Milch in Berührung kommen, müssen gut gereinigt werden.

Wie bei allen Geräten gibt es bei Kaffeevollautomaten enorme Preis- und Qualitätsunterschiede. Da insbesondere Billiggeräte sehr reparaturanfällig sind und sich eine Reparatur dann meist nicht lohnt, sollten Sie sich beim Kauf Ihres Kaffeevollautomaten sehr gut beraten und die Besonderheiten der Geräte erklären lassen. Am besten in Ihrem IQ-Fachgeschäft.

Siebträger: Kaffeegenuss zelebrieren? Soviel Zeit muss sein!

Espressomaschinen, die nach dem Siebträgerprinzip funktionieren, sind das genaue Gegenteil von Vollautomaten. Wer sich für eine solches Gerät entscheidet, will nicht alles der Technik überlassen, sondern legt gerne selbst Hand an: Beim Einfüllen des Kaffeepulvers von Hand in den Siebträger, beim Festdrücken des Pulvers mit einem Tamper und beim Einrasten des Siebträgers in die Vorrichtung der Maschine. Die Extraktion des Espresso erfolgt dann unter Druck, der entweder von einer elektrischen Pumpe oder mit einem Handhebel erzeugt wird.

Neben der Festigkeit beim Tampern, dem Brühdruck und der Temperatur können Sie auch die Wassermenge individuell variieren. Mit diesen Parametern können Sie nun experimentieren. Es kann eine Weile dauern, bis Sie die Espressozubereitung perfekt beherrschen, aber die Mühe lohnt sich: Da ein gutes Siebträgergerät das Kaffeemehl mit bis zu 15 bar Dampfdruck extrahiert, entsteht ein Espresso, mit dem sich kein anderer Kaffee messen kann.

Zwar ist die Espressozubereitung mit einem Siebträger aufwändiger als mit einem Vollautomaten. Dafür ist die Reinigung unkomplizierter. Denn Sie können alle Teile, die mit dem Kaffeemehl in Berührung kommen, entnehmen und einfach ausspülen.

Für Siebträgerfans gehört das Hantieren mit duftendem Kaffeemehl, Tamper und Siebeinsätzen zum Kaffeeritual dazu.

Kapselmaschinen: Kaffeegenuss Portion für Portion

Vergleichsweise günstige Geräte und teurer Kaffee – auf diese einfache Formel könnte man das Prinzip der Kapselmaschinen bringen. Die Geräte arbeiten mit Portionskapseln – Nespresso, Tassimo, Dolce Gusto und Cafissimo heißen die konkurrierenden Systeme, an die Sie sich beim Kauf eines Gerätes automatisch binden. Deshalb sollten Sie sich vorher gut informieren, welches System für Sie in Frage kommt. Da die Preise sehr unterschiedlich sind, kann eine Tasse Kaffee bis zu 42 Cent kosten! Das rechnet sich nur, wenn in Ihrem Haushalt nur wenig Kaffee getrunken wird. Aus Umweltschutzgründen ist die Verwendung der meist aus energieintensivem Aluminium bestehenden Einweg-Kaspeln ohnehin fragwürdig.

Da die Qualität des Kaffees nicht nur von den Kapseln, sondern natürlich auch von der Technik abhängt, sollten Sie sich aber auf jeden Fall gut beraten lassen und nach Möglichkeit auch die eine oder andere Tasse Kaffee aus einem Kapselsystem probieren. Am besten bei Ihrem IQ-Fachhändler.

Kaffeepadmaschinen: Ideal für die Kaffeepause im Büro

Kaffeepadmaschinen nutzen zur Zubereitung kleine Kaffeekissen, die ca. 7 g Kaffeepulver enthalten. Die Bedienung ist ähnlich einfach wie bei einer Kapselmaschine, allerdings schränken Sie sich bei der Entscheidung für ein Modell weniger ein. Denn mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Lieferanten. Viele bekannte Kaffeeröster bieten Ihre Kaffeesorten auch in Form von Pads an. Aber wie bei den Kapselmaschinen gilt auch hier – der Preis je Tasse ist vergleichsweise hoch. Für die Qualität des Kaffees ist jedoch auch der Brühdruck entscheidend, der bei einigen Geräten nur unzureichend ist, sodass der Kaffee eher wie Filterkaffee schmeckt. Für die gelegentliche Tasse Kaffee in kleinen Büros oder in Sozialräumen machen Pad-Maschinen jedoch durchaus Sinn.

Ihr IQ-Fachhändler kennt die verschiedenen Modelle und weiß, welche am zuverlässigsten arbeiten. Er berät Sie gerne.

Filterkaffeemaschinen: Totgesagte leben länger

Mittlerweile erlebt der Filterkaffee eine echte Renaissance. Es gibt immer mehr Fans – vor allem im Bereich der Szenegastronomie – die auf diese sanfte Zubereitungsart ganz ohne Druck schwören. Aber auch alle, die häufig Gäste zu bewirten haben und mehrere Tassen Kaffee gleichzeitig benötigen, schätzen Filterkaffeemaschinen. Als die klassische Methode gilt nach wie vor das Überbrühen des Kaffeepulvers in einem Papierfilter, der in einem Porzellanhalter steckt.

Komfortabler ist natürlich die Zubereitung mit einer Filtermaschine, von denen die besseren das sogenannte Schwallbrühverfahren einsetzen. Sobald eine ausreichende Menge Wasser erhitzt ist, ergießt sich diese über das Kaffeepulver. So kommt eine größere Menge Wasser mit dem Kaffeepulver in Berührung und kann die Aromen besser herauslösen. Bei der riesigen Vielfalt an Filterkaffeemaschinen mit unzähligen Extras, die es mittlerweile gibt, lohnt es sich jedoch, sich gut beraten zu lassen. Am besten in Ihrem IQ-Fachgeschäft.

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