AKTUELLES VON IHREN IQ-FACHHÄNDLERN

Smart-TVs

Metz: Neustart mit OLED

Der deutsche Traditionshersteller Metz hat bewegte Jahre hinter sich. Durch den Preisdruck der asiatischen Konkurrenz geriet das Unternehmen aus dem fränkischen Zirndorf in die Krise. Auf den Insolvenzantrag folgte die Übernahme durch einen chinesischen Technologiekonzern. Mittlerweile hat sich Metz unternehmerisch wie technisch neu aufgestellt. Wir sprachen mit Robert Trapp von Metz über die Richtung, die die Firma in Zukunft einschlagen wird.

KLIQ: Fernseher gibt es von zahlreichen Marken in allen Preisklassen. Warum sollte es ausgerechnet ein Gerät von Metz sein?

Robert Trapp: Metz ist ein deutscher Hersteller, auch wenn wir seit letztem Jahr zu Skyworth gehören, einem großen Produzenten von Unterhaltungselektronik aus China. Außerdem hat sich Metz über Jahrzehnte durch seine Qualität als Premiumhersteller ausgezeichnet. Durch den Vertrieb über den Fachhandel bieten wir den Kunden ein Rundum-sorglos-Paket: einerseits die hohe Qualität der Fernsehgeräte von Metz und andererseits der professionelle Service, den der Fachhändler dazu liefert.

Tiefe Schwarztöne, hoher Kontrast, leuchtende Farben: Mit OLED-Technologie erzeugt der Novum von Metz lebensechte Kontraste und brillante Farben.

KLIQ: Sie haben gerade den neuen Metz-Fernseher mit OLED-Bildschirm vorgestellt, also einen Fernseher mit selbstleuchtenden Bildpunkten. Bisher ist nur LG mit OLED-Displays am Markt vertreten. Was verspricht sich Metz von dieser Technik, und was können die Endverbraucher davon erwarten?

Robert Trapp: Mit der OLED-Technologie steht nach unserer Einschätzung eine neue Panel-Technologie vor der Einführung. Seit einigen Jahren wird von verschiedenen Firmen an dieser Technologie geforscht. Die Firma LG Displays, die diese Panels herstellt, ist ein wichtiger Partner unseres Mutterkonzerns Skyworth, und durch diese Verbindung haben wir als einer der TV-Hersteller Zugriff auf die OLED-Panels.
Wir gehen davon aus, dass die OLED-Technologie den Endkunden durch ihre verbesserte Bilddarstellung überzeugt und sich in den nächsten Jahren zur führenden Panel-Technologie im mittleren und oberen Preisbereich entwickeln wird. Im Unterschied zu den heute gängigen LED-LCD-Displays, in denen die Helligkeit über eine LED-Hintergrundbeleuchtung gesteuert wird, setzt OLED ja bekanntlich auf selbstleuchtende Pixel. Diese lassen sich komplett abschalten, und damit erreichen wir einzigartige Schwarzwerte und Kontraste. Aber auch sonst liefert OLED einen herausragenden Bildeindruck, der die bestehenden Bildschirmtechnologien deutlich übertrifft.

KLIQ: Woran machen Sie das fest?

Robert Trapp: Die OLED-Bildschirme bieten nicht nur tiefere Schwarzwerte, sondern auch eine höhere Leuchtkraft und ein erweitertes Farbspektrum als die aktuell erhältlichen Fernsehgeräte. Dadurch können wir den Kunden ein echtes High-Dynamic-Range-Erlebnis mit einem deutlich vergrößerten Farbumfang bieten. Weiterhin unterstützt bei OLED die im Vergleich zur LCD-Technologie deutlich schnellere Reaktionszeit zusätzlich das Fernsehvergnügen.

Die erste Generation der OLED-Fernseher setzte auf farbige Bildpunkte. Da die blauen Bildpunkte schneller als die roten und grünen Subpixel an Leuchtkraft verloren, kam es zu unerwünschten Farbverschiebungen.

 

KLIQ: OLED-Bildschirme werden wegen ihrer tiefen Schwarzwerte, ihrer satten Farben und ihrer hohen Kontraste gelobt, gleichzeitig stehen Sie aber auch in der Kritik, weil die Helligkeit mit zunehmendem Gerätealter abnimmt und die Farbdarstellung sich verändert. Können Sie den Endverbrauchern die neuen Modelle guten Gewissens schon heute empfehlen?

Metz setzt auf die aktuelle OLED-Generation mit weißen LEDs und Farbfiltern. Durch diesen Aufbau werden Farbverschiebungen wirkungsvoll vermieden.

 

Robert Trapp: Die Kritik entstand vor einigen Jahren, als OLED noch in den Kinderschuhen steckte. Die ersten Panels setzten rote, grüne und blaue Subpixel ein, und die blauen verloren deutlich schneller an Leuchtkraft als Grün und Rot. Dadurch kam es zu den unerwünschten Farbveränderungen.
Die Technologie, die LG Displays bei seinen OLED-Panels einsetzt, kann nach unserem Wissen nicht von diesen Problemen betroffen sein. Hier werden die einzelnen Subpixel nicht durch unterschiedlich farbige OLEDs erzeugt, sondern es kommen großflächig dieselben weißen OLEDs zum Einsatz, und über entsprechende Farbfilterfolien wird dann die Farbe erzeugt. Dadurch ist eine homogene Farbdarstellung und längere Lebensdauer garantiert, die deutlich über der der früheren Röhrenfernseher wie auch der Plasma-Displays liegt und sich aktuell in einer Größenordnung bewegt, wie sie von der jetzigen LED-LCD-Technologie erwartet wird. Der Metz Kunde braucht sich keine Sorgen machen. Wir stellen ihm hier, wie gewohnt, ein langlebiges Produkt zur Verfügung. 


KLIQ: Herr Trapp, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch.

Zurück

Empfohlene Artikel

  • Smart-TVs

    Auflösung

  • Smart-TVs

    Schlanker Bildschirm, voller Klang: Grundig Fine Art mit DTS Studio Sound HD

  • Smart-TVs

    HDMI – HDM-was?? Und welches Kabel brauche ich?

  • Smart-TVs

    So macht Fernsehen ganz einfach Spaß!

  • Smart-TVs

    Ambilight

  • Dunstabzugshauben

    Dunstabzugshauben im Test: Miele hat gleich dreimal die Nase vorn!

  • Backöfen

    Slide & Hide®: Die Backofentür, die im Ofen verschwindet

  • Haushaltsgeräte

    Design von Haushaltsgeräten wird immer wichtiger

  • Audio & Hifi

    Die Musikzentrale für Fernseher, Streaming & Co.

  • Audio & Hifi

    DAB+: neueste Radiotechnik im Retro-Look

  • Geschirrspüler

    Jetzt wird sogar Kunststoff richtig trocken

  • Küchenhelfer

    Gesundheitstrend Grüne Smoothies: Der WMF KULT pro Power Green Smoothie

  • Kühl- und Gefriergeräte

    Die neuen Kältegeräte: cool, bunt und individuell

Pfeil nach rechts
Pfeil nach links