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Wäschetrockner

So funktionieren Wäschetrockner

Wäschetrockner sind Haushaltsgeräte, die feuchte Wäsche mit warmer Luft in kurzer Zeit trocknen. Welche Technologien hinter dem maschinellen Trocknungsprozess stehen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Die Physik des Trocknens ist immer dieselbe, ganz gleich, ob man die Wäsche auf der Leine aufhängt oder mit modernen Geräten trocknet: Zunächst wird das Wasser mechanisch aus der Wäsche soweit entfernt, dass die Textilien noch feucht, aber nicht mehr nass sind. Das geschieht üblicherweise in der Waschmaschine, und zwar im Schleuderprogramm. Durch die hohen Drehzahlen entstehen Fliehkräfte, die das Wasser aus der Wäsche und durch die Öffnungen der Trommel drücken. Wie viel Wasser nach dem Schleudern noch in der Wäsche steckt, lässt sich am Energielabel der Waschmaschine ablesen: Bei einem Gerät mit der Schleuderwirkungsklasse B bleiben zwischen 54 und 45 Prozent Restfeuchte zurück, bei der Schleuderwirkungsklasse A sind es weniger als 45 Prozent. Wesentlich mehr Feuchtigkeit lässt sich nicht mehr mechanisch ausschleudern, weil das verbleibende Wasser durch Kapillarkräfte an die Textilfasern gebunden ist.

Die weitere Trocknung muss thermisch über das Verdampfen des Wassers erfolgen, und hier kommen die Wäschetrockner ins Spiel. Die Wäsche wird in der Trommel bewegt und bietet so eine möglichst große Oberfläche. Warme, trockene Luft strömt darüber, nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und transportiert sie von der Wäsche weg. Da das Verdampfen von 1 Liter Wasser bei einer Temperatur von 25 °C eine Energie von 0,73 kWh erfordert, ist dieser Prozess sehr energieintensiv.

Die im Fachhandel erhältlichen Wäschetrockner unterscheiden sich im Wesentlichen danach, wie sie mit der eingesetzten Energie und der verdampften Feuchtigkeit umgehen.

Ablufttrockner

Ablufttrockner sind die einfachsten Trockengeräte: Sie saugen Luft aus der Umgebung an, erhitzen sie an einer elektrischen Heizung, und leiten die trockene, warme Luft über die Wäsche. Nachdem sie dort Feuchtigkeit aufgenommen hat, wird die warme, feuchte Abluft über einen ca. 10 cm dicken Schlauch ins Freie geführt. Die Verbindung nach draußen ist notwendig, weil während des Trocknungsvorgangs mehrere Liter Wasser verdunstet werden, die im Innenraum schnell zu Schimmelbildung führen würden.

Über den Schlauch gelangt aber nicht nur die Feuchtigkeit ins Freie, auch die in der Abluft gespeicherte Wärmeenergie verpufft ungenutzt. Ablufttrockner gehören daher mit Abstand zu den größten Energieverbrauchern unter den Haushaltsgeräten.

Der Ablufttrockner entzieht der Wäsche durch warme Luft die Feuchtigkeit. Die warme, feuchte Luft muss durch einen Schlauch ins Freie geführt werden.

Kondensationstrockner

Kondensationstrockner wurden mit dem Ziel entwickelt, die Aufstellung von Trockengeräten flexibler zu gestalten. Wie der Name bereits sagt, wird die Feuchtigkeit nicht mehr an die Umgebung abgegeben, sondern innerhalb des Gerätes an einem Wärmetauscher kondensiert, sie wird also von Dampf wieder zu flüssigem Wasser. Die Luft, die der Trockner an die Umgebung abgibt, ist daher trocken. Das geöffnete Fenster oder der Mauerdurchbruch für den Abluftschlauch können so entfallen, und der Kondensationstrockner kann auch im Wohnbereich seinen Platz finden. Da der Kondensationsprozess umso effektiver verläuft, je kälter die Umgebungsluft ist, bietet sich aber auch für den Kondensationstrockner ein kühler Kellerraum an.

Das Wasser, das am Wärmetauscher kondensiert, fließt in ein Auffanggefäß, das nach dem Ende des Trockenvorgangs entleert werden muss. Bei einigen Geräten kann das Kondensat auch über einen Schlauch direkt ins Abwasser geleitet werden.

Kondensationstrockner heißen so, weil sie die Feuchtigkeit bereits im Gerät kondensieren. Sie geben nur noch warme, trockene Luft an ihre Umgebung ab.

Wärmepumpen-Wäschetrockner

Die genaue Bezeichnung für Wärmepumpen-Trockner lautet Kondensationstrockner mit Wärmepumpe. Wie die Kondensationstrockner lassen sie die Feuchtigkeit aus der Wäsche im Gerät kondensieren, der Unterschied besteht darin, dass zum Erwärmen und Kondensieren der Luft eine Wärmepumpe verwendet wird.

Eine Wärmepumpe ist – vereinfacht beschrieben – eine Funktionseinheit, die mithilfe eines Motors Energie aus einem Bereich mit niedriger Temperatur in einen zu beheizenden Bereich mit höherer Temperatur überträgt. Im Trockner wird der warme  Bereich dazu genutzt, die Luft zum Trocknen der Wäsche zu erwärmen, der kalte Bereich wird zum Kondensieren der Feuchtigkeit genutzt.

Die Wärmepumpe nutzt die Energie, die beim Kondensieren der feuchten Luft frei wird, wieder zum Erwärmen. Die eingesetzte Energie wird so im System gehalten und sorgt für eine Energieersparnis von über 50 Prozent gegenüber den älteren Technologien. Da Abluft- und Kondensationstrockner mehrere Kilowattstunden Strom pro Trocknungsvorgang aufnehmen, besteht mit der Wärmepumpen-Technik ein großes Einsparpotenzial.

Wämepumpen-Wäschetrockner verwenden eine Wärmepumpe zum Erwärmen und Kondensieren der Prozessluft. Dadurch können Sie beim Kondensieren einen Großteil der Wärmeenergie zurückgewinnen. Wärmepumpen-Wäschetrockner arbeiten dadurch besonders effizient.

Gut beraten beim Trocknen

Sie suchen einen neuen Wäschetrockner für Ihren Haushalt? Dann sollten Sie sich von Ihrem IQ-Fachhändler beraten lassen. Er kennt sich nicht nur mit den unterschiedlichen Technologien bestens aus, er kann auch für Sie ausrechnen, wie viel Strom und Geld Sie mit einem energieeffizienten Gerät einsparen können.

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