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Bodenpflege

Energieeffizienz bei Staubsaugern

2014 wurde für Staubsauger nicht nur ein eigenes Energielabel eingeführt, es trat auch die EU-Ökodesign-Verordnung in Kraft, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich Stromverbrauch und Reinigungsleistung definiert. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, dürfen die Staubsauger nicht mehr in den Handel kommen.
Das Staubsauger-Energielabel fasst zahlreiche Informationen zusammen: Energieeffizienz, durchschnittlicher Jahresverbrauch, Geräuschentwicklung, Staubemissionsklasse, Teppich- und Hartbodenreinigungsklasse.

Dominiert wird das Label von der Energieeffizienzklasse, was von vielen Fachleuten kritisiert wird. Zwar kommt auch ein Staubsauger nicht ohne Strom aus, doch im Vergleich zu Großgeräten wie Wäschetrockner oder Herd verbraucht er auf das Jahr gerechnet recht wenig Energie. So kommt es, dass zwischen den einzelnen Energieeffizienzklassen gerade mal 6 kWh liegen, d. h. ein Gerät der Klasse B verbraucht für ca. € 1,60 pro Jahr mehr Strom als eines der Klasse A. Ermittelt werden die Werte übrigens auf der Basis von 50 einstündigen Reinigungsvorgängen auf einer Fläche von 87 m2.

Anstatt nur auf die Energieeffizienzklasse zu schielen, sollten die Käufer von Staubsaugern daher vor allem auch die Reinigungsklassen auf Teppich- und Hartboden, die Lautstärke und – insbesondere bei Allergikern im Haushalt – die Staubemissionsklasse beachten. An letzterer lässt sich erkennen, wie sauber die Ausblasluft ist. In der Klasse A gelangen weniger als 20 von 100.000 eingesaugten Staubpartikeln (0,02 %) wieder zurück in den Raum, in der Klasse G mehr als 1.000, d. h. mehr als 1 %. Solche Staubsauger dürfen ab 2017 nicht mehr verkauft werden. Manche Hersteller werben sogar damit, dass die Ausblasluft sauberer als die Raumluft ist.

HEPA-Filter haben ein Staubrückhaltevermögen von 99,96 %.

Für die Ermittlung der Hartbodenreinigungsklasse wird bei maximaler Stufe auf einer Holzplatte mit diagonaler Ritze gesaugt, wobei die Geräte 95 % des Staubes, ab 2017 sogar 98 % aufnehmen müssen. Da dürfte es in Zukunft folglich kaum noch Unterschiede geben. Nachsichtiger ist man bei Teppichböden. Weil sie aufwändiger zu reinigen sind, müssen die Geräte nicht so gründlich arbeiten. Um in die Teppichbodenreinigungsklasse A zu gelangen, muss ein Staubsauger lediglich 91 % des Staubes aus einem Normteppich aufsaugen. Je Klasse wird der Wert um 4 % abgesenkt, d. h. in der Klasse G müssen gerade mal noch 67 % aufgenommen werden. Doch auch hier wird demnächst gründlicher gesaugt werden müssen: Ab 2017 dürfen Staubsauger, die weniger als 75 % des Staubes aufnehmen, nicht mehr in den Handel gelangen.

Bedenken sollten Sie allerdings, dass alle diese Tests bei leerem Beutel oder Behälter vorgeschrieben sind, was mit der Realität, wo sich der Beutel mit der Zeit füllt und die Saugleistung entsprechend abnimmt, nur wenig zu tun hat.
Auch darüber, wie praktisch der Staubsauger in der täglichen Handhabung ist, gibt das Label keine Auskunft.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, gehen Sie am besten ins nächste IQ-Fachgeschäft. Hier werden Sie nicht nur kompetent beraten, sondern können die unterschiedlichen Modelle auch ausprobieren. So stellen Sie am besten fest, wie gut ein Gerät saugt und ob Sie es auch von der Lautstärke her akzeptieren können.

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