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AKTUELLES VON IHREN IQ-FACHHÄNDLERN

Handel

Wiederverwerten statt wegwerfen! Ab 1. Januar gilt das neue Elektrogesetz.

Ob defekte Waschmaschine, ausgedienter Fernseher oder altes Tasten-Handy – seit dem 1. Januar 2016 sind alle größeren Geschäfte verpflichtet, Altgeräte kostenlos zurückzunehmen. Das verlangt das im letzten Jahr vom Bundestag verabschiedete Elektro- und Elektronik­gerätegesetz ElektroG. Damit soll eine bessere Wiederverwertung der wertvollen Rohstoffe, die in den Altgeräten stecken, erreicht werden. Bis 2019 soll die Recycling-Quote des Elektromülls von jetzt 45 auf mindestens 65 % steigen.

Wenn man bedenkt, welche Schätze z. B. in Handys stecken, wird klar, wieso sie nicht in den Hausmüll gehören. Eine Tonne Handy-Schrott enthält rund 240 g Gold, 2,5 kg Silber, 92 g Palladium, 92 kg Kupfer und 28 kg Kobalt und hat somit einen Wert von rund 10.000 Euro. Aber auch Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen oder Herde sind enorme Rohstofflager. 14 Tonnen solcher Altgeräte enthalten eine Tonne Kupfer, für deren Gewinnung normalerweise bis zu 1.000 Tonnen Gestein bearbeitet werden müssen.

Ob Smartphone oder Waschmaschine: Elektrische und elektronische Geräte enthalten große Mengen an Rohstoffen, die vergleichsweise einfach rezykliert werden können. Der Hauptbestandteil bei den meisten Geräten ist Kupfer.

Große Geschäfte und Online-Händler betroffen

Geschäfte mit mehr als 400 m2 Verkaufsfläche müssen künftig alte Elektrogeräte beim Neukauf eines gleichwertigen Gerätes zurücknehmen. Kleingeräte unter 25 cm Kantenlänge müssen auch ohne Neukauf angenommen werden. Diese Vorgabe gilt übrigens auch für den Online-Handel, der die Geräte ab 2016 kostenlos zurücknehmen muss. Bisher berechnete Amazon beispielsweise pauschal 15 Euro für den Abtransport eines Altgerätes, sofern ein neues Großgerät bestellt wurde. Jetzt muss der Online-Riese diesen Service kostenlos erbringen.

Über den Service electroreturn der Deutschen Post können bereits seit längerem kleinere Geräte wie Handys, Kameras oder Computerbauteile in einem Maxibrief kostenlos an das Recycling-Unternehmen Alba geschickt werden.

Was ändert sich beim Fachhandel?

Bei den qualitätsorientierten, inhabergeführten IQ-Fachgeschäften ändert das neue Elektrogesetz kaum etwas. Obwohl die kleinen Geschäfte gesetzlich nicht dazu verpflichtet waren, gehörte es im IQ-Fachgeschäft schon immer zum guten Service dazu, bei der Auslieferung eines neuen Gerätes das Altgerät mitzunehmen und an ein Entsorgungsunternehmen weiterzuleiten. Durch eine umfassende Einweisung in die Bedienung der Geräte, regelmäßige Wartung, rechtzeitigen Austausch von Verschleißteilen sowie Reparaturen sorgen die Fachhändler zudem schon seit langem dafür, dass die Geräte länger leben und erst gar nicht so viel Elektromüll entsteht. Zumal es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die ein Elektrogerät zum Elektroschrott machen.

Oft genügen nämlich einige wenige, aber fachkundige Handgriffe, um dem Kühlschrank das laute Brummen oder dem TV-Gerät das Flackern abzugewöhnen. Falls Sie also Probleme mit einem Elektrogerät haben, sollten Sie immer erst einmal Ihren IQ-Fachhändler zu Rate ziehen. Er kann Ihnen sagen, ob sich eine Reparatur lohnt oder ob ein Neukauf und somit die Entsorgung des Altgerätes sinnvoller wäre.

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