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Welcher Fernseher passt zu mir? Der Einkaufsberater 2017

UHD, 4K, HDR, OLED, DVB-T2 – wer sich einfach nur einen neuen Fernseher anschaffen möchte, sieht sich mit einer Vielzahl kryptischer Abkürzungen konfrontiert, die für neue Entwicklungen in der TV-Technik stehen. Was davon relevant und für die eigenen Bedürfnisse sinnvoll ist und worauf es bei der Auswahl eines Fernsehgerätes sonst noch ankommt, erfahren Sie hier.

Die passende Bildschirmgröße

Die wichtigste Entscheidung ist sicher die Größe des Displays: Diese hängt vor allem vom Aufstellort und Ihren Sehgewohnheiten ab. Eine größere Runde von Fußballfans benötigt eine größere Bilddiagonale als jemand, der sich allein in einer Wohnzimmerecke die „Tagesthemen“ zu Gemüte führt. 32 Zoll Diagonale sollen es aber schon sein. Echtes Kinofeeling“ stellt sich allerdings erst bei größeren Formaten ein, dafür benötigt man dann aber auch den richtigen Sound.

Eine Faustregel lautet: Der Sitzabstand zum Gerät sollte das Zwei- bis Dreifache der Bilddiagonale betragen (siehe Tabelle). Je höher die Bildauflösung (mehr dazu weiter unten), desto näher können Sie heranrücken, ohne dass Sie einzelne Bildpunkte sehen. Generell geht der Trend zu größeren Geräten: Waren vor einigen Jahren noch 32-Zöllner die beliebteste Größe, so werden heute Diagonalen ab 40 Zoll aufwärts bevorzugt. Wenn man für einen vergleichbar günstigen Preis – nach einer Umfrage zur IFA 2016 wollen 50 Prozent der Haushalte nicht mehr als 800 Euro für einen Fernseher ausgeben – auch ein größeres und besser ausgestattetes Gerät bekommt, greift man eben gerne zu, auch wenn für das eigene Wohnzimmer eine kleinere Bildschirmdiagonale ausreichen würde.

So positionieren Sie Ihren Fernseher richtig!

Bilddiagonale Auflösung Betrachtungsabstand  
    minimal optimal
32 Zoll Full HD 1,20 m 2,00 m
40 Zoll Full HD 1,60 m 3,00 m
40 Zoll Ultra HD 0,75 m 3,00 m
47 Zoll Full HD 1,80 m 2,90 m
50 Zoll Full HD 2,00 m 3,20 m
50 Zoll Ultra HD 0,95 m 3,20 m
55 Zoll Full HD 2,10 m 4,20 m
55 Zoll Ultra HD 1,05 m 4,20 m
65 Zoll Full HD 2,50 m 5,00 m
65 Zoll Ultra HD 1,25 m 5,00 m

A propos große Geräte: Solche gibt es seit etwa zwei Jahren auch mit gekrümmten („curved“) Displays. Diese sind nicht nur vom Design ein Hingucker, sondern sollen den Zuschauer – bei gleicher Bildqualität wie ein flacher Bildschirm – auch intensiver ins Geschehen hineinziehen. Nachteilig kann sich die Krümmung hingegen auswirken, wenn man nicht mitten im Geschehen, sondern seitlich vor dem Gerät sitzt. Ob die Curved-Geräte länger en vogue bleiben als die inzwischen fast vom Markt verschwundenen 3D-Fernseher, bleibt abzuwarten, denn technisch gesehen haben die „Krummen“ keine prinzipiellen Vorteile. Immer mehr Hersteller setzen allerdings auf den – ursprünglich von Samsung angestoßenen – Trend und bieten Curved-Geräte an.

Ob das Display flach oder gekrümmt ist, ist eher eine Frage der persönlichen Vorlieben. Für echtes Kino-Feeling ist eher die Größe entscheidend.


Ob die Gewölbten tatsächlich etwas bringen oder eher Nachteile haben, hängt vor allem davon ab, welche Kriterien einem selbst wichtig sind (dies zeigt auch das Ergebnis eines Zuschauertests). Wichtiger ist, dass Sie das Gerät auch mit seinen sonstigen Eigenschaften überzeugt. Unser Tipp: Testen Sie am besten selbst bei Ihrem IQ-Fachhändler, welche Bildschirmgröße und -form sich für Sie richtig anfühlt!

Bildauflösung: Full HD, UHD, HDR

Ein weiteres wichtiges Kriterium, besonders bei großen Displays, ist die Auflösung: Sie gibt an, wie viele Bildpunkte („Pixel“) Ihr Fernsehgerät wiedergeben kann. Standard ist heute „Full HD“ mit 1.920 x 1.080 Pixeln, auch als „1.080p“ bezeichnet. Immer mehr Geräte werden inzwischen auch mit „ultrahoher“ Auflösung (Ultra High Definition, UHD) angeboten. Die UHD-Auflösung von mit 3.840 x 2.160 Pixeln entspricht dem Vierfachen von Full HD und wird daher auch oft als „4K“ bezeichnet. Sie bringt vor allem bei gehobenen Heimkino-Ansprüchen und sehr großen Bildschirmen (ab 50 Zoll) erkennbare Vorteile und wird sich im oberen Gerätesegment absehbar als neuer Standard etablieren.  Ob sich die Mehrinvestition in ein UHD-Gerät für Ihre Zwecke lohnt, beurteilen Sie am besten selbst beim Probeschauen in Ihrem IQ-Fachgeschäft. Dabei sollte der Blickabstand derselbe wie bei Ihnen zuhause sein.

Besonders interessant ist UHD in Verbindung mit einem weiteren Kürzel: HDR. Dieses steht für „High Dynamic Range“,  eine deutlich feinstufigere Kontrast- und Farbdarstellung, durch die Fernsehbilder noch natürlicher wirken sollen. Anders als bei UHD hat sich bei HDR allerdings noch kein Standard etabliert, stattdessen gibt es mit HDR10 und Dolby Vision zwei konkurrierende Verfahren. Hilfreich bei der Geräteauswahl ist das herstellerübergreifende Logo „Ultra HD Premium“, das unter anderem einen für die HDR-Darstellung ausreichenden Kontrastumfang und Farbraum des Displays garantiert.

Dieses Logo verspricht eine zukunftssichere Investition.


Wie so oft hinkt allerdings die Verfügbarkeit von Inhalten der technischen Entwicklung noch hinterher. So gibt es bisher kein reguläres (Free-) TV-Programmangebot in 4K/HDR-Qualität, lediglich von Streaming-Anbietern sind einige Filme und Serien erhältlich. Außerdem überträgt der Bezahlsender Sky Sport seit Mitte Oktober 2016 ausgewählte Fußballspiele in ultrahoher Auflösung, wofür man allerdings einen speziellen Receiver benötigt. Als weitere UHD-Quelle gibt es die UHD-Blu-ray-Disk inklusive passender Abspielgeräte. Diese unterstützen allerdings nur einen der beiden HDR-Standards (HDR10).

Außer der räumlichen Auflösung der Bilder – also der Pixelzahl – spielt auch deren zeitliche Auflösung – die Bildwiederholfrequenz – eine Rolle, wenn es natürlich wirken soll. Ruckelnde Bilder, zum Beispiel bei schnellen Kameraschwenks, können sehr störend sein. Die reine Zahlenangabe (100 Hz, 200 Hz oder mehr) ist allerdings nur beschränkt aussagekräftig, wenn es um eine flüssige Bilddarstellung geht. Wie gut dies tatsächlich funktioniert, schauen Sie sich am besten selbst in Ihrem IQ-Fachgeschäft an.

Displaytechnik: LED-LCD oder OLED?

Die meisten TV-Geräte haben heute ein Flüssigkeitskristalldisplay (LCD) mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Auf dieser Basis gibt es allerdings vielfältige Varianten, die erklären, warum einige Geräte eher flaue und andere brillante Bilder erzeugen (Näheres zu den technischen Details finden Sie hier.)

Neben den LED-LCD-Bildschirmen gibt es noch die organischen Displays (OLED), mit denen inzwischen mehrere Hersteller ihre Top-Geräte ausstatten (vorher gab es OLED-Fernseher nur von LG). Die organischen LEDs strahlen aus eigener Kraft und kommen daher ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Der Vorteil: Dunkle Bildanteile werden nicht überstrahlt, sie erscheinen also nicht dunkelgrau, sondern wirklich schwarz. Dafür sind helle Bildpartien nicht ganz so hell wie bei der LED-LCD-Technik. Die OLEDs können ihre Vorteile daher vor allem in abgedunkelter Heimkino-Umgebung ausspielen. Das Hauptproblem der an und für sich vielversprechenden organischen Technologie ist allerdings der Preis: OLED-Geräte sind im Moment eher noch etwas für Technikbegeisterte, die bereit sind, für ein großformatiges Gerät einen mittleren vierstelligen Betrag hinzulegen.

Übertragungsweg: terrestrisch, Kabel oder Satellit

Welche Fernsehsignale ein Fernseher empfangen kann, hängt vom Tuner ab – also derjenigen technischen Einheit im Fernsehgerät, die die Fernsehsignale decodiert, sodass sie auf dem Bildschirm angezeigt werden können. Früher kamen die Signale meist direkt von der Antenne auf dem nächsten Hügel – Fachleute nennen dies „terrestrisches Fernsehen“. Das gibt es auch im heutigen Digitalzeitalter noch – nur dass der Standard jetzt nicht mehr PAL heißt, sondern DVB-T. Diesen Standard unterstützen die meisten TV-Geräte. Allerdings kann man damit nur 12 öffentlich-rechtliche Kanäle empfangen, und die Bildqualität ist auch eher mäßig – für den schon erwähnten Tagesthemen-Fan aber vollkommen ausreichend.

Wahrscheinlicher ist es, dass Sie Ihre Programme via Kabel oder Satellit beziehen. Je nachdem müssen Sie darauf achten, dass in Ihrem neuen Fernseher der richtige Tuner – DVB-C für Kabel- bzw. DVB-S für Satellitenempfang – eingebaut ist. Immer mehr aktuelle Geräte machen einem die Auswahl leicht, denn sie verfügen über alle drei Tuner (T, C und S). Das ist ohnehin die beste Lösung, denn dann funktioniert Ihr Fernseher auch noch problemlos nach einem Umzug.

Noch etwas sollten Sie beachten: Besser als T und S ist nämlich T2 und S2. Nur damit können Sie hochauflösendes Fernsehen (HDTV) empfangen, das von immer mehr Sendern angeboten wird. Speziell bei großen Displays ist ein Tuner der zweiten Generation also ein Muss, ebenso bei terrestrischer Übertragung, da das „alte“ DVB-T im Laufe des Jahres 2017 abgeschaltet werden soll. Nur beim Kabelfernsehen (DVB-C) spielt die Unterscheidung C/C2 keine Rolle, denn auch die erste Generation kann schon HDTV.

Die meisten aktuellen Geräte können Fernsehen über Satellit, (terrestrische) Antenne und Kabel ohne Zusatzgeräte empfangen. Bei terrestrischer Übertragung ist auf das DVB-T2-Logo zu achten.

Aufnehmen mit dem eingebauten Recorder

Sie wollen hin und wieder Programme aufnehmen oder zeitversetzt fernsehen? Die Alternative zum Anstöpseln eines separaten DVD- oder Blu-ray-Recorders ist es, gleich einen Fernseher mit integrierter Aufnahmefunktion zu kaufen. Vorteil: Sie müssen nur ein Gerät abstauben, außerdem fällt Ihre Sammlung an Fernbedienungen übersichtlicher aus. Unser Tipp: Wenn Sie häufiger aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm anschauen möchten, sollten Sie gleich ein Gerät mit Doppeltuner wählen. Damit sind Sie dann genauso flexibel wie mit einem separaten DVD-Recorder.

A propos Anschluss externer Geräte: Früher hatten Fernseher eine Vielfalt verschiedener Buchsen, heute gibt es (fast) nur noch eine Sorte: Mit dem digitalen Standard HDMI lassen sich sowohl Bild- als auch Tonsignale in HD-Qualität übertragen. HDMI-Buchsen können Sie deshalb nie genug haben, mindestens zwei oder drei sind bei aktuellen Geräten üblich. Auch wenn die HDMI-Buchsen alle gleich aussehen, sind sie es leider nicht ganz: So sollten Sie bei der Auswahl eines UHD/HDR-Fernsehers unbedingt darauf achten, dass dieser die aktuellen Standards HDMI 2.0 unterstützt, damit Sie bei Bedarf auch einen UHD-Blu-ray-Player anschließen können.

Ebenfalls Standard sind heute Steckplätze für Pay-TV-Decoder (Common Interface+, kurz CI+). Auch wenn Sie im Moment noch kein Bezahlfernsehen nutzen, sollten Sie darauf nicht verzichten – man weiß ja nie. Außerdem sollte Ihr neuer Fernseher einige USB-Anschlüsse besitzen. Die brauchen Sie, um z. B. externe Festplatten zum Aufzeichnen von Programmen einzustöpseln. Prinzipiell können Sie damit auch Fotos oder Videos von Ihrem PC überspielen (damit lässt sich übrigens auch die ultrahohe Auflösung eines UHD-Fernsehers ausnutzen). Welches Gerät welche Funktion unterstützt, weiß Ihr IQ-Fachhändler.

Smarter fernsehen

Außer über USB können die meisten Fernseher heute über Netzwerkkabel (Ethernet) oder WLAN eine Verbindung zum heimischen Computernetz herstellen.  Solche Geräte können auch auf das Internet zugreifen, sodass Sie z. B. neben dem laufenden Programm einen Blick in Facebook werfen oder auf Mediatheken zugreifen können. Internetfähige Geräte erkennen Sie je nach Hersteller an Labels wie „Smart TV“,  „SmarTViera“ oder „InternetTV“.

Smart TVs empfangen nicht nur das linear ausgestrahlte Fernsehprogramm, sondern können auch auf Mediatheken, Online-Videotheken und Internetdienste zugreifen.


A propos smart: Machen Sie sich am besten selbst ein Bild in Ihrem IQ-Fachgeschäft! Dort werden Sie nicht nur kompetent beraten, sondern erhalten auch weitergehende Unterstützung: Ihr Fachhändler liefert Ihr neues Gerät frei Haus, stellt es ein, vernetzt es bei Bedarf mit weiteren Geräten und nimmt selbstverständlich auch Ihr Altgerät zur Entsorgung mit. Sie brauchen sich dann nur noch zurückzulehnen und das neue Fernsehgefühl zu genießen!

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