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DVB-T2 HD oder DVB-S2 – was empfiehlt der Experte ?

Matthias Dienst ist nicht nur Geschäftsführer der Televes Deutschland GmbH, einem der weltweit führenden Unternehmen der Antennenbranche mit Sitz in Spanien. Er steht auch der Arbeitsgemeinschaft Satellitenempfang e. V. vor, einer Initiative von Partnern aus Industrie, Handel und Handwerk. Wir wollten von ihm wissen, was die Umstellung auf DVB-T2 HD den TV-Zuschauern bringt.

KLIQ: Herr Dienst, was verändert sich momentan beim TV-Empfang?

Matthias Dienst: Das terrestrische Fernsehen rüstet um auf HD-Qualität. Nach der kompletten Umstellung am 29. März 2017 werden rund 40 Programme über DVB-T2 HD ausgestrahlt. Dieser Termin ist auch – zumindest in den Ballungszentren – der Ausstiegstermin für DVB-T. Die ländlichen Regionen folgen sukzessive. Die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender werden wie gewohnt unverschlüsselt und damit ohne Zusatzgebühr zu empfangen sein. Die privaten Programmanbieter werden ihre Programme allerdings verschlüsseln und eine, wenn auch geringe Gebühr, ähnlich wie bei HD+, erheben. Anders als beim SAT-Empfang, wo der Zuschauer zumindest die Standard-Übertragung kostenfrei sehen kann, können Sie hier ohne Gebühr keine privaten Programme sehen.

KLIQ: Was bedeutet die Umstellung konkret für die Fernsehzuschauer?

Matthias Dienst: Die Umstellung betrifft nur die Personen, die derzeit DVB-T nutzen. Sie dürfen sich auf eine bessere Bildqualität, eine höhere Auflösung und auf mehr Programme freuen. Allerdings müssen sich hierfür ein neues Empfangsgerät – einen neuen Fernseher oder einen neuen Receiver anschaffen, denn DVB-T2 HD kann nicht mit den bisherigen DVB-T-Empfängern genutzt werden.

KLIQ: Was raten Sie diesem Personenkreis?

Matthias Dienst: Sie sollten die Gelegenheit nutzen und sich prinzipiell Gedanken über den für sie optimalen Übertragungsweg machen: Was ist der für meine TV-Vorlieben der optimale Empfangsweg? Alle Übertragungswege – Kabel, Satellit und Terrestrik – haben gleichermaßen ihre Existenzberechtigung und ihre Vorteile. DVB-T2 HD bietet beispielsweise mehr als der Vorgänger DVB-T und ist vor allem in den Ballungsräumen, für Zweitgeräte oder für den mobilen Empfang eine sinnvolle Wahl. Werden mehr Programme und Unabhängigkeit bevorzugt, bietet sich jedoch der Umstieg auf Satellitenempfang an. Denn wenn ich mir schon eine neue Empfangsanlage anschaffen muss, sollte es die für mich beste Lösung sein. Und die ist – was Programmvielfalt, Kosten und Unabhängigkeit angeht – nach wie vor eine Satellitenanlage. Einer deutlichen Ausweitung des Programmangebots stehen lediglich der geringe Mehraufwand und die Einmalkosten für die SAT-Empfangsanlage entgegen. Und wenn einem das Privatfernsehen in SD-Qualität genügt, fallen auch keine weiteren Kosten an.

KLIQ: Das klingt wie eine klare Empfehlung für den Satellitenempfang.

Matthias Dienst: Was die Anzahl der Programme, insbesondere auch internationaler Sender angeht, bietet der Satellitenempfang das mit Abstand größte Portfolio – und dies sowohl in Standard– als auch in HD-Qualität. Zudem gibt es schon Angebote im neuen, noch besseren Standard Ultra HD mit viermal so hoher Auflösung als HD. Neben den frei empfangbaren Programmen können über Satellit aber auch eine Vielzahl an Programmen für spezielle Interessen sowie auch zahlreiche Pay-TV-Programme empfangen werden, was über Kabel und DVB-T2 HD nur bedingt möglich ist.

KLIQ: Hausbesitzer werden Ihre Begeisterung wohl nicht immer teilen. Sie fürchten den Schüssel-Wildwuchs auf ihren Immobilien.

Matthias Dienst: Gerade für diese Klientel ist der Satellitenempfang eine feine Sache. Die neuen Einkabellösungen sind sowohl für bestehende Verteilnetze wie auch für neue Gebäude im privaten Bereich oder auch in der Wohnungswirtschaft interessant, da hier Signale von einer einzigen Antenne in Baumnetzstrukturen an zahlreiche Wohnungen durchgeschleift werden können. Dank der optischen SAT-ZF-Übertragung können SAT-Signale über große Distanzen übertragen werden. Über SAT>IP-Lösungen werden die Signale drahtlos an mobile Geräte verteilt. Für mich ist der Satellitenempfang die flexibelste, unabhängigste und unbeschränkteste Lösung für den TV-Empfang, zumal ich hier alle Kosten selbst in der Hand habe. Bevor sich ein Kunde jedoch für die eine oder die anderee Empfangslösung entscheidet, sollte er sich sehr gut beraten lassen. Am besten vom IQ-Fachhändler.

KLIQ: Herr Dienst, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch.

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