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Handel

Black Friday und Cyber Monday – Rabattorgien mit Mondpreisen

Black Friday und Cyber Montag? Wie im vergangenen November wirbeln zwei Tage die Handelslandschaft wie ein Herbststurm durcheinander. Nachdem die Deutschen endlich Halloween als unverzichtbaren Umsatzbringer für den Einzelhandel akzeptiert haben, ziehen nun die großen Internet-Anbieter nach. Wie in den USA, wo der Black Friday, der Freitag nach Thanksgiving, das Weihnachtsgeschäft mit einer Rabattschlacht einläutet und mit dem Cyber Monday sein Pendant im Internet gefunden hat, will man auch hierzulande die Umsätze mit Rabatten von 50 % und mehr ankurbeln. Nur dass man die Rabatte nicht auf einen Tag beschränkt, sondern tagelang – oder wie Amazon gar wochenlang – den Preishammer schwingt.

Neben dem Geiz und dem Wunsch zu sparen, sprachen die Online-Händler vor allem die Urängste der Kunden an. Denn die „Knüllerangebote“ galten nur für wenige Stunden und nur für wenige, ausgewählte Produkte. Die Angst, dass ihnen ein Schnäppchen durch die Lappen geht, sollte die Kunden dazu bringen, möglichst schnell und damit unüberlegt den „Kaufen“-Button zu klicken. Angesichts solcher Geschäftspraktiken läuteten bei den Verbraucherschützern natürlich die Alarmglocken.

 

Die Verbraucherzentralen wiesen umgehend darauf hin, dass die angeblichen exorbitanten Preisnachlässe meist im Vergleich zu den unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller errechnet werden. Dabei gibt es kaum einen Händler, der die meist als „Mondpreise“ bezeichneten UVP tatsächlich verlangt. Die Preise sind ja lediglich empfohlen und nicht unverbindlich oder vorgeschrieben. Die Verbraucherschützer warnten daher die Online-Käufer, sich vor diesen Lockvogelangeboten in Acht zu nehmen und die Preise für das jeweilige Produkt mit Hilfe von Preisvergleichsportalen gründlich zu vergleichen, um herauszufinden, ob es sich dabei auch um ein wirkliches Schnäppchen handelt. Bei den 10 Blitzangeboten des Cyber Monday bei Amazon, die sich die Verbraucherzentrale NRW genauer ansah, sparte man jedenfalls anstatt der versprochenen 58 % lediglich 18 % im Vergleich zu den Amazon-Standardpreisen. Die Kunden sollten sich also von den durchgestrichenen roten Zahlen und den dicken Prozent-Zeichen nicht blenden lassen. Vielmehr sollten sie sich überlegen, ob sie den angebotenen Artikel auch benötigten. Angesichts von 611 kg Hausmüll pro Person, davon 23 kg Elektroschrott (2012) ein vernünftiger Ratschlag. Ob die Kunden ihn angenommen haben, weiß man leider nicht. Der Online-Riese Amazon hält die Umsätze für den Cyber Monday geheim.

Wenn Sie bei einem Elektrogerät nicht nur der Preis interessiert, sondern auch, ob es etwas taugt und was es alles kann, dann sollten Sie ohnehin nicht im Netz suchen, sondern zu Ihrem IQ-Fachhändler gehen. Er berät sie, erklärt ihnen alles und macht Ihnen auch einen guten Preis. An jedem Wochentag.

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