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High Dynamic Range (HDR)

Der Begriff HDR stammt ursprünglich aus der digitalen Fotografie und hat inzwischen auch in den Bereich bewegter Bilder Einzug gehalten. Unter „High Dynamic Range“ versteht man einen erweiterten Kontrastumfang von Bildern – sowohl Helligkeitsunterschiede als auch Farbabstufungen werden besonders feinstufig wiedergegeben. So sind bei HDR-Bildern auch in sehr hellen oder sehr dunklen Bildbereichen noch Details sichtbar.

In der Fotografie werden HDR-Bilder durch die rechnerische Kombination mehrerer, unterschiedlich belichteter Aufnahmen eines Motivs erzeugt. Bei der Wiedergabe von Fernsehbildern wird HDR durch zwei technische Neuerungen realisiert. Zum einen wird bei neuen Fernsehgeräten die maximale Helligkeit deutlich erhöht. War bisher bei einer Helligkeit von 400 bis 500 candela/m2 auch bei hochwertigen Geräten Schluss, kommen neuere Fernseher auf über 1.000 bis 1.500 candela/m2 Leuchtstärke. Dadurch steigt der Kontrastumfang, also der Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt auf dem Display, erheblich an. Außerdem verfügen HDR-fähige Geräte über eine höhere Auflösung pro Farbkanal – 10 oder 12 Bit statt 8 Bit. Damit lassen sich anstelle von 256 Farbabstufungen vier- bzw. sechzehnmal so viele, 1.024 bzw. 4.096, pro Bildpunkt und Farbkanal darstellen. Dies klingt nach weniger, als es ist: Schon mit 8 Bit pro Farbkanal lassen sich 16,77 Millionen (256 hoch drei) Farben erzeugen, mit 12 Bit sind es rund 69 Millionen. Damit ist nahezu der gesamte vom menschlichen Auge auflösbare Farbumfang darstellbar.

Fernsehgeräte mit einem Helligkeits- und Kontrastumfang (HDR) geben die Lichtverhältnisse bei der Aufnahme annähernd realistisch wieder. Bei Geräten mit SDR werden Farbumfang und Helligkeitsunterschiede deutlich reduziert dargestellt.

Natürlich müssen diese feinen und feinsten Bildnuancen, die der Fernseher darstellen soll, auch von der Quelle – z.B. einem TV-Sender oder einer DVD – geliefert werden. Denn Details, die im Filmmaterial nicht vorhanden sind, kann auch der beste HDR-Fernseher nicht nachträglich erzeugen. Zur Zeit gibt es noch wenig „natives“ HDR-Material; einige Spielfilme und Serien sind inzwischen per Streaming, bisher über Netflix und Amazon, erhältlich.

Bis HDR-Sendungen auch über die üblichen Fernsehkanäle ausgestrahlt werden, wird sicher noch einige Zeit ins Land gehen, aber für Freunde absolut natürlicher, brillanter Bilder ist HDR-TV schon heute einen näheren Blick wert. Schauen Sie sich entsprechende Geräte doch einmal in Ihrem IQ-Fachgeschäft an – dort hat die Zukunft des Fernsehens nämlich längst Einzug gehalten!



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